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Gegründet 9.6.1986 Charter: 25.10.1986 Gründungspate: LC Bayreuth-Kulmbach Gründungspräsident: Dr. Carl Reischach Jumelage: LC Ausseer Land Partnerclub: LC Saalfeld
Zwanzig Jahre Lions-Club Kulmbach-Plassenburg das sind zwanzig Jahre voller .Freundschaft, Mitmenschlichkeit, sozialem und kulturelle Engagement. Wenn wir heute Rückschau halten, so darf uns die Bilanz mit Freude und Zufriedenheit und auch ein bisschen Stolz erfüllen.
Bis zum Jahre 1986 gab es in Kulmbach keinen eigenen Lions-Club. Dieser HUB weiße Fleck auf der Lions-Weltkarte mitten in Deutschland gefiel dem damaligen Oberbürgermeister Dr. Erich Stammberger und dem Direktor der EKU-Brauerei, Dr. Carl Reischach, ganz und gar nicht- Beide, bereits Mitglied in Lions-Clubs anderer Städte, sprachen deshalb immer wieder davon, in Kulmbach einen Club zu gründen, und tatsächlich gelang es ihnen, gemeinsam mit zwanzig gleich gesinnten Freunden, am 9. Juni 1986 den Lions-Club Kulmbach-Plassenburg aus der Taufe zu heben. Von diesen 22 Gründungsmitgliedern sind heute noch 13 in unserem Club aktiv, der zur Zeit ins gesamt 42 Lions-Freunde aus Kulmbach und Umgebung zählt. Der Gründung folgte schon wenige Monate später ein glanzvolles Ereignis, nämlich am 25.Oktober 1986 die Charterfeier auf der Plassenburg. Unser Gründungspate war der Lions-Club Bayreuth-Kulmbach und die Festansprache hielt der damalige Staatsminister Dr. Karl Hillermeier. Nicht minder hochkarätig war unsere 10-Jahres-Feier am 18.0ktpber 1996 auf der Plassenburg mit der damaligen Staatsministerin und heutigen Landtagsvizepräsidentin Barbara Stamm als Festrednerin.
Heute sind wir nun zu unserem 20-jährigen Jubiläum zusammengekommen. Und wieder ist es uns gelungen, einen ganz besonderen Ehrengast zu gewinnen. Es ist der in Deutschland wohl bekannteste und beliebteste Fernsehmoderator, unser Kulmbacher Thomas Gottschalk, der seine Heimatstadt und das fränkische Land immer und überall bestens vertritt. Er ist nicht nur Ehrenbürger Kulmbachs, sondern seit 1997 auch Ehrenmitglied unseres Clubs. Damit würdigten wir seine besonderen Verdienste um unser Lions-Hilfswerk, Sicher werden sich viele noch an seine spektakuläre Versteigerungsaktion am 5.November 1996 mit mehr als 5000 Besuchern auf dem Kulmbacher Marktplatz erinnern. Fast 20 000 Mark flössen in die Kassen unseres Hilfswerks. Die Idee, Thomas Gottschalk zum Ehrenmitglied zu ernennen, wurde von allen Lions-Freunden gerne befürwortet. Die Überreichung der Lions-Insignien erfolgte im Frühjahr 1997 im Garten des Hauses seiner Mutter Rutila Gottschalk am Galgenberg.
Haupteinnahmequelle unseres Hilfswerkes ist aber der alljährliche Lions-Flohmarkt, der am Samstag, 18. November, zum 20. Mal stattfindet. Hier gebührt der erste und allerherzlichste Dank dem unermüdlichen, hoch engagierten Organisator, unserem Clubmaster Matthias Geyer, und seiner Frau Hilde, die seit 1986 alle Flohmärkte mustergültig vorbereitet und durchgeführt haben. Die Veranstaltung, die zunächst in der EKU stattfand und seit einigen Jahren in der Mönchshofbräu, ist inzwischen zum Selbstläufer geworden. Sie zieht alljährlich rund 10 000 Besucher aus nah und fern an und spült Zehntausende von Euro in die Kassen unseres Hilfswerks. Dafür haben wir nochmals Dank zu sagen, und zwar zum einen unseren Frauen, die Herz und Seele unseres Flohmarktes sind, zum anderen aber auch der Bevölkerung für ihre außerordentliche große Spendenbereitschaft.
Den von uns gewählten Schwerpunkt für Unterstützungsaktionen bildete von Anfang an der sozial-caritative Bereich, also insbesondere die Hilfe für Behinderte, sozial Schwache, Kranke und Ältere. Insgesamt haben die über unser Lions-Hilfswerk vergebenen Spenden seit 1986 den stattlichen Betrag von rund 600 000 Euro erreicht, das sind pro Jahr etwa 30 000 Euro. Unterstützt wurden mit diesen Mitteln sowohl Einzelpersonen und Wohlfahrtsorganisationen als such Krankenhäuser, Kirchen, Schulen, Kindergärten und internationale Lions-Hilfsaktionen.
Der höchste Spendenbetrag in Höhe von 100 000 Euro ging durch Soforthilfe im Herbst 2002 an die von einer Hochwasserkatastrophe heimgesuchte sächsische Stadt Grimma. Die Aktion, bei der unsere Bevölkerung eine großartige Spendenfreudigkeit zeigte, lief über den Lions-Club Grimma und konnte rasch und unbürokratisch manche Not lindern. Die beiden Lions-Clubs sind seitdem in Freundschaft verbunden.
Aktive Hilfe wurde von den Kulmbacher Lions auch in anderen Regionen der neuen Bundesländer geleistet, so in Dresden und in der Kulmbacher Partnerstadt Saalfeld.
Eine hohe Ehre und Auszeichnung war es für unseren Club, die Patenschaft für den 1994 in Saalfeld gegründeten Lions-Club zu übernehmen. Die Kontakte nach Saatfeld sind sehr rege und die enge Freundschaft wird immer wieder durch gegenseitige Besuche gepflegt.
Schwerpunkt unserer Hilfen war aber immer der Kulmbacher Raum. So erhielt das Diakonische Werk für den Neubau des Gummischen Kinderheimes in Kulmbach eine Spende von 50 000 Mark. Überhaupt flossen größere Beträge an die Wohlfahrtsverbände, die damit behindertengerechte Fahrzeuge anschaffen konnten. Höchsten Rang nahm immer, in den letzten Jahren noch erheblich verstärkt, die Hilfe für bedürftige Familien und Einzelpersonen aus Kulmbach und Umgebung ein, insbesondere für diejenigen, die unverschuldet in Not geraten sind.
Besonders deutlich wurde unser öffentliches und gemeinnütziges Engagement durch zwei Aktionen mit einem Gesamtaufwand von über l00 000 Mark. Zum einen stifteten wir anlässlich unseres zehnjährigen Jubiläums einen von dem Schwarzacher Künstler Erich Hiemisch gestalteten fränkischen Brunnen vor der Stadthalle und zum anderen ein mit Blindenschrift versehenes Altstadtrelief, das 2000 auf dem Marktplatz aufgestellt wurde und seit dem den Ausgangspunkt für Stadtführungen bildet. Wir wollen damit gleichzeitig Stadt und Kulmbacher Bürgerschaft Geschenke machen und auf diese Weise einen Teil des Dankes abstatten, den wir in hohem Maße schulden.
Neben diesen Spendenaktionen haben wir einige Großveranstaltungen in der voll besetzten Stadthalle durchgeführt. Für die Vorträge bei unseren Clubabenden wurden namhafte Referenten gewonnen, so gleich zweimal der aus Mainroth stammende Flieger-General Johann Georg Dora. In ganz besonderer Weise gepflegt und gefördert wurden Freundschaft und Geselligkeit in unserem Club, u.a. durch den alljährlich in der Stadthalle stattfindenden Ball aller Service-Clubs, Betriebsbesichtigungen und Ausflüge in die nähere Umgebung, aber auch im Jahre 1999 nach Prag, 2004 nach Wolfsburg und 2005 nach Regensburg/Kehlheim. Sehr erfolgreich waren einige unserer Mitglieder bei den gut besetzten und renommierten Lions-Golf-Turnieren. So stellt unser Club den noch amtierenden Lions-Golf-Europameister. Die Freundschaft hegten wir aber nicht nur im eigenen und mit benachbarten Clubs, sondern auch über die Grenzen hinweg. Der beste Beweis dafür ist die Jumelage mit dem Lions-Club-Ausseer Land in Österreich. Nach der offiziellen Begründung 1997 in Bad Aussee, die vor allem durch die vielfältigen und engen Beziehungen unserer Lions-Freunde Wilhelm Kneitz und Heinz Zaigler möglich wurde, folgten Jahr für Jahr Besuch und Gegenbesuch mit jeweils sorgfältig ausgesuchten und vorbereiteten Programmen. So war unser Club sogar einem eigenen Wagen beim traditionellen Narzissenfest in Bad Aussee vertreten, und erst vor wenigen Wochen waren unsere österreichischen Freunde zur Feier des zehnjährigen Bestehens unserer schönen Freundschaft in Kulmbach zu Gast.
Aber auch von schweren Schicksalsschlägen blieb unser Club nicht verschont. Wir bedauern es sehr, dass sieben treue Lions-Freunde den heutigen Jubiläumstag nicht mehr erleben können. Es sind die Initiatoren Dr. Erich Stammberger und Dr. Carl Reischach, der gleichzeitig unser Gründungspräsident war, und die Gründungsmitglieder, der Landtagsabgeordnete Heiner Stenglein, der Brauereidirektor Siegfried Ehrecke und der Textilingenieur und Unternehmer Fritz Weiß sowie die hoch verdienten Mitglieder, der Diplom-Ingenieur und Gründer der Verkehrsakademie Bayern, Walter Kolb, Professor Dr. Karl Ernst Quentin, der als Wasserwirt weit über die Grenzen Deutschland hinaus bekannt war.
Wir verneigen uns in Ehrfurcht, Respekt und großer Dankbarkeit und versichern unseren Verstorbenen, dass wir in ihrem Sinne weiter arbeiten werden. Es wird auch in Zukunft unser ganz besonderes Bemühen sein, der Gemeinschaft und den Menschen zu dienen.
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